Wüstenpappelwald von Luntai
- Standort: Gelegen im Kreis Luntai des Autonomen Bezirks Bayingolin der Mongolen im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang
- Gründe für einen Besuch: Wald in der Wüste
- Unsere Bewertungen: ★★★★
- Öffnungszeit: Ganztägig
Der Kreis Luntai in der Autonomen Region Xinjiang der Uiguren liegt südlich des Tianshan-Gebirges am nördlichen Rand des Tarim-Beckens. Hier befindet sich der größte, dichteste und am besten erhaltene natürliche Pappelwald der Welt – ein lebendes Fossil aus dem Tertiär, der sich über mehr als 40.000 Mu (267 Quatratkilometer) erstreckt. Der Pappelwald im Tarim-Flussbecken ist eine typische Vegetationsform der Wüstenwaldwiesen und erstreckt sich von den Oberläufen bis zu den Unterläufen des Flusstals. Obwohl die Struktur des Pappelwaldes relativ einfach ist, weist er starke zonale ökologische Merkmale auf. Wenn die letzten Sonnenstrahlen den Wald in goldenes Licht tauchen oder die Abenddämmerung über die Landschaft hereinbricht, vermittelt er ein mysteriöses Gefühl und lässt gleichzeitig die Vitalität und Hoffnung spüren.
Der Waldpark befindet sich im Kerngebiet des Tarim-Pappelschutzgebiets und erstreckt sich über die Grenze zwischen den Kreisen Luntai und Weili im Mittellauf des Tarim-Flusses. Folgt man der Wüstenstraße 13 km und biegt dann nach Osten auf eine gerade asphaltierte Straße ab, sieht man entlang des südöstlichen Weges Gruppen und Flächen von Pappeln (Populus euphratica) im Sandland. Die Pappeln hier sind gerade und dick mit einem Brusthöhendurchmesser von 60-80 Zentimetern.
Der Wüstenpappel-Waldpark erstreckt sich über eine Fläche von 4,5 Quadratkilometern und wurde 1997 eröffnet. Mit der Erschließung und Exploration der Tarim-Ölvorkommen arbeiten unzählige Ölarbeiter unter trockenem, ständig wehendem Sand. Sie benötigen dringend einen guten Wohn- und Erholungsort. Die Ölarbeiter sind häufige Besucher des Parks und genießen die Wüstenwaldlandschaft.
Struktur
Betritt man den Park durch den Haupteingang, trifft man als Erstes auf drei alte Pappeln. Besucher bleiben hier stets stehen, um diese ungewöhnlichen Bäume zu betrachten. Ihre Stämme sind hohl, doch ihre Kronen sind immer noch üppig und werfen einen großen grünen Schatten. Neben dem Baum auf der linken Seite befindet sich ein See, der durch natürliche Überflutungen des Tarim-Flusses entstanden ist. In den letzten Jahren, seit der Eröffnung des Waldparks, haben sich hier mehrere weiße Schwäne angesiedelt, die diesen Ort sogar im Winter nicht verlassen. Rund um den See stehen dichte Pappeln, und Besucher können am Ufer angeln.
Vor dem Park liegt der Wildschweinwald, doch die echten Wildschweine wurden längst verscheucht. Wenn man in den dichten Wald hineingeht, begegnet man Wildziegen, Hirschen, Füchsen und Hasen, und die Gegend ist reich an wilden Pflanzen und Obstbäumen. Die hohen Pappeln laden dazu ein, auf ihre Äste zu klettern, um von dort aus die Taklamakan-Wüste, den Wald und die Wüstenlandschaft in der Ferne zu betrachten.
Auf der rechten Seite des Parks leben echte Hirsche, die man in der Stadt nicht zu sehen bekommt. Auf der Ostseite des Parks befindet sich ein Grab aus der Westlichen Han-Dynastie. Forschungen zufolge handelt es sich um Relikte einer landwirtschaftlichen Siedlung aus der Han-Zeit. Trotz der Veränderungen über zweitausend Jahre hinweg ist die Größe des Grabes noch erkennbar. Obwohl sie vor einigen hundert Jahren geplündert wurden, haben sie ihren archäologischen Reiz bewahrt.
Reiseführer
【Chinesischer Name】: 轮台胡杨林,轮台草湖乡
【Wie man dorthin kommt】:
Von Ürümqi aus kann man mit dem Zug, Bus oder einem gemieteten Auto nach Luntai fahren. In Luntai sollte man unbedingt ein Auto mieten, um zur Tarim-Fluss-Brücke zu gelangen. Unterwegs bietet sich überall eine malerische Landschaft, die zum Anhalten einlädt. Man kann in einem günstigen Hotel in der Nähe der Tarim-Fluss-Brücke übernachten. Am Nachmittag geht es dann zum Pappelwaldpark. Dieser liegt auf demselben Weg von Luntai zur Tarim-Fluss-Brücke, an einer Kreuzung in der Mitte. Der 24 Meter hohe Aussichtsturm ist ein Muss. Außerhalb des „offiziellen“ Parks kann man weitere Pappelbestände besichtigen, die von den Einheimischen wegen ihrer üppigen Vegetation scherzhaft als „Kohlfeld“ bezeichnet werden.
Nützliche Informationen
Empfohlene Reisen



- Beijing Sehenswürdigkeiten
- Shanghai Sehenswürdigkeiten
- Xi'an Sehenswürdigkeiten
- Guilin Sehenswürdigkeiten
- Hong Kong Sehenswürdigkeiten
- Chengdu Sehenswürdigkeiten
- Lhasa Sehenswürdigkeiten
- Hangzhou Sehenswürdigkeiten
- Huangshan Sehenswürdigkeiten
- Zhangjiajie Sehenswürdigkeiten
- Weitere touristische Ziele