Ili-Grasland

  • Standort: Kreis Xinyuan, Ili, Autonome Region Xinjiang-Uigurien
  • Gründe für einen Besuch: Wundervolle Graslandschaft
  • Unsere Bewertungen: ★★★★
  • Öffnungszeit: Ganztägig
     

Das Ili-Grasland in Xinjiang zählt zu den vier schönsten Orten und ist auch eine der sechs schönsten Graslandschaften Chinas. Wie andere Graslandschaften in Xinjiang liegt das Ili-Grasland nicht nur im Kontrast zur Wüste, sondern auch im Gegensatz zu schneebedeckten Bergen. Dies verleiht ihm ein Gefühl von vielfältiger und komplexer Schönheit, eine facettenreiche Pracht.
 

Das Ili-Grasland erstreckt sich in einem der größten Gebirgssysteme Asiens, dem Tianshan-Gebirge, und dessen Becken. Im Norden, Osten und Süden ist die Graslandschaft von Bergen umgeben, während die nach Westen geöffnete Seite feuchte Luft hereinströmen lässt – so entsteht mitten in der Wüstenlandschaft eine einzigartige „feuchte Insel“. Diese besondere Lage ermöglicht die vollständige vertikale Vegetationszonierung des Ili-Graslands. Von hoch nach tief verteilen sich alpine Wiese, Hochlandwiesen, Bergwiesensteppe, Berggrasland, Gebirgswüstensteppe, Wüstenebenen und Flusstalwiesen – die Vielfalt ist außergewöhnlich reichhaltig.
 

Informationen

Das Ili-Grasland ist im Osten, Norden und Süden von Bergen umgeben und hat eine trompetenförmige Landschaft, die nach Westen geöffnet ist. Einerseits schützt es vor Kaltlufteinbrüchen aus dem sibirischen Süden und hindert die trockenen Winde der Taklamakan-Wüste am Vordringen nach Norden. Andererseits nimmt es so viel wie möglich von den warmen Strömungen des Atlantiks und des Mittelmeers auf, wodurch es zu den niederschlagsreichsten Gebieten von Xinjiang zählt. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt hier mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt in Xinjiang, was die Graslandschaft zu einer echten „feuchten Insel“ in der trockenen Wüste Zentralasiens macht und die vollständige vertikale Vegetationszonierung des Ili-Graslands ermöglicht. Zum Ili-Grasland gehören die Nalati-Graslandschaft, die Tangbula-Graslandschaft und die Gongnaisi-Graslandschaft. Ob die berühmte Nalati-Graslandschaft, der aufstrebende Tangbula oder die traditionelle Gongnaisi-Graslandschaft sowie die Zhaosu-Graslandschaft – alle zeigen eine überragend schöne Ausstrahlung und Erscheinung. Das Ili-Tal ist außergewöhnlich und von unendlicher Vitalität geprägt.
 

Ili Grassland in Xinjiang


Geografie

Das Klima im Ili-Grasland ist gemäßigt und feucht mit fruchtbarem Boden. Obwohl in den Talseiten weniger Niederschlag fällt, ist dieser in den Bergen deutlich stärker. Dank der guten natürlichen Bedingungen liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 8 bis 9 Grad Celsius, was ideal für Ackerbau und Viehzucht ist. Von den Ebenen bis zu den Bergen verteilen sich Wüsten, Graslandschaften, Wiesen, Dickichte und Wälder sowie andere Vegetationstypen. Die nomadische Kultur ist hier deutlich ausgeprägt. Die Hirten weiden im Winter in den Wüstenebenen, im Frühjahr ziehen sie in die Hügelregionen, im Sommer auf die alpinen Graslandschaften, und im Herbst beginnt ein neuer Zyklus.
 

Kulturlandschaft des Graslands

Im Ili-Grasland sind weitläufig geheimnisvolle und farbenfrohe Grabhügel verstreut. Zu den Highlights zählen die Steinmalereien des Ili-Graslands und die groben Felsenfiguren. Sie gelten als die „drei großen kulturhistorischen Wunder“ des Ili-Graslands. Die Grabhügel der Graslandschaft werden auch Wusun-Grabhügel genannt. In den weiten Ebenen des Ili-Gebiets gibt es Zehntausende von Grabhügeln, die meist halbkegelförmig sind. Die Mehrheit der Hügel verläuft in Nord-Süd-Richtung, entweder in Gruppen von 3 bis 5 oder in Ansammlungen von über 20 Hügeln. Der größte Grabhügel hat einen Umfang von 350 Metern und ist 20 Meter hoch. Die Grabhügel sind imposant und beeindruckend. Am Südufer des Ili-Flusses befinden sich viele gut erhaltene Grabhügel. Diese Grabhügel im Ili-Gebiet sind Überreste alter Volksgruppen aus dem Ili-Tal. Sie sind nicht nur eine einzigartige Kulturlandschaft des Ili-Graslands, sondern auch ein wertvolles nationales Kulturgut, das seltene Einblicke in die Kultur des Ili-Gebiets bietet. Im Ili-Grasland wurden zudem mehrere große Steinporträts entdeckt. Seit Jahrtausenden stehen sie in der weiten Graslandschaft, haben die Höhen und Tiefen der Zeit erlebt und werden als „Grasland-Steinfiguren“ bezeichnet. Die meisten dieser Figuren wurden aus massivem Fels gehauen. Einige zeigen detaillierte Porträts mit Kopf, Gesicht und Körper, was sie besonders lebensecht wirken lässt. Sie sind mit kunstvollen Kleidungsstücken und Accessoires dargestellt und zeugen von feiner Handwerkskunst. Andere Steinfiguren sind nur mit wenigen feinen Linien versehen, die lediglich die Gesichtskonturen andeuten. Historischen Aufzeichnungen zufolge waren die Türken einst lange im Ili-Tal aktiv. Nach ihrem Tod wurde gemäß ihrem Brauch Pferde, Schafe und anderes Vieh geopfert, bevor an einem günstigen Tag die Beisetzung stattfand. Die Gräber waren oft mit Steinen markiert. Daher dürften die bronzenen Statuen, die im Ili-Grasland verstreut sind, Relikte der alten Türken sein.

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