6 Orte in China, die ihr im August nicht verpassen solltet
China im August: Sechs erfrischende Abenteuer für unsere Freunde aus dem deutschsprachigen Raum
Liebe Freunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – während im August der Großteil Mitteleuropas unter der Hitze ächzt, die Asphaltstraßen flirren und selbst der kühlste Badesee kaum noch Erfrischung bringt, warum nicht den Blick einmal nach Fernost, nach China, schweifen lassen? Dieses uralte Land hält im August nicht nur atemberaubende Naturwunder und kulturelle Schätze bereit, sondern birgt auch so manches Geheimversteck, in dem man angenehme Kühle und Erholung findet. Dank der immer weiter verbesserten Visumbestimmungen – etwa der großzügigen Transit- und Visafreiheitsregelungen – steht einer Reise nach China plötzlich nichts mehr im Wege. Die folgenden sechs Orte öffnen euch die Tore zu einer völlig anderen Sommerswelt – fernab von Hitze und Trubel.

I. Guilin – Ein poetisches Refugium inmitten einer Tuschemalerei
„Die Landschaft von Guilin ist die schönste unter dem Himmel“ – dieses chinesische Sprichwort ist keine Übertreibung. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Guilin seit Langem ein Begriff für all jene, die von fernöstlicher Ästhetik schwärmen. Im August erreichen die Karstberge und Flusstäler ihre volle Pracht: Der Li-Fluss und der Yulong-Fluss führen nun reichlich Wasser, die grünen Gipfel reihen sich aneinander, und das klare Wasser spiegelt die bizarre Felsformationen wider. Wer mit dem Bambusfloß flussabwärts treibt, sieht links und rechts smaragdgrüne Hänge, die sich im durchsichtigen Wasser spiegeln – als gleite man mitten durch ein lebendig gewordenes chinesisches Tuschbild.
Noch beeindruckender sind im August die Reisterrassen von Longji: Die jungen Reispflanzen stehen in sattem Grün und überziehen Hügel und Täler wie mit einem üppigen, sanft geschwungenen Teppich – als hätte die Natur selbst ihre Farbpalette darüber ausgeschüttet. Ein deutscher Reisender, der gerade von seiner Tour zurückgekehrt ist, schwärmte: „Guilin ist noch faszinierender, als ich es mir vorgestellt habe. Besonders die Bootsfahrt auf dem Li-Fluss war unvergesslich. Im Vergleich zu den Alpen oder den Seen bei uns herrscht hier eine ganz andere Stille und Erhabenheit – stiller, poetischer, fast zeitlos.“
Dank des hervorragend ausgebauten chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes ist Guilin übrigens kinderleicht zu erreichen – etwa von Großstädten wie Chengdu aus, die ebenfalls bestens angebunden sind.

II. Guizhou – Ein Fest für Augen und Seele in der natürlichen Klimaanlage Chinas
Wer der Sommerhitze wirklich entfliehen möchte, für den ist Liupanshui in der Provinz Guizhou ein Geheimtipp – die Stadt wird nicht umsonst als „Kühlhauptstadt Chinas“ bezeichnet. Auf 1.400 bis 1.900 Metern Höhe gelegen, klettert das Quecksilber im Sommer hier kaum über 20 °C – eine Wohltat für jeden, der zu Hause unter der bleiernen Hitze leidet.
Im August zeigt sich der Huangguoshu-Wasserfall auf seinem spektakulärsten Höhepunkt: Mit gewaltiger Wucht stürzen die Wassermassen in die Tiefe – ein Naturschauspiel, das einem den Atem raubt. Im Libo-Naturreservat wiederum entdeckt man das „grüne Juwel der Erde“ – Xiaoqikong. Hier verschmelzen Bäche, Seen, Kaskaden, Höhlen, Brücken und dichte Wälder zu einer märchenhaften Einheit, als wäre die Landschaft einem Gemälde entsprungen.
Ein ganz anderes Bild bietet die Umeng-Graslandschaft: Auf dem Jiucaiping-Gipfel verwandelt sich weites Hochland in ein violettes Blütenmeer – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
In ganz Guizhou liegen die Durchschnittstemperaturen von Juni bis August bei angenehmen 20 bis 25 °C. Kristallklares Wasser, üppiges Grün, ursprüngliche Stille – hier atmet man noch echte Natur. Dazu kommen die lebendigen Dörfer der Miao- und Dong-Minderheiten, der unwiderstehliche Duft des traditionellen Fischsaucen-Eintopfs und die kühle, geheimnisvolle Stille in den unzähligen Karsthöhlen. Alles hier lädt dazu ein, das Tempo herauszunehmen und sich ganz auf das Echte, Ursprüngliche einzulassen – eine Auszeit vom hektischen Alltag, wie sie erfrischender nicht sein könnte.

III. Yunnan – Ein bunter Sommer zwischen Wind, Blumen, Schnee und Mond
Yunnan ist ein sommerliches Paradies – dank seiner niedrigen Breiten und hohen Lagen. Das Zentrum von Lijiang liegt auf 2.418 Metern Höhe, und die Kombination aus der natürlichen Kühle des Yulong-Schneebergs und der Regenzeit sorgt für angenehm frische Temperaturen. Im August zeigt sich der Yulong-Schneeberg in seiner ganzen Eleganz: Die ganzjährig schneebedeckten Gipfel spiegeln sich im kristallklaren Blau des Mondtals – ein Anblick, der einen sprachlos macht. Der Lugu-See wiederum ist so klar, dass man bis auf den Grund blicken kann, während weiße Blüten der Wasserpest sanft auf den Wellen tanzen.
Wer es lieber etwas städtischer mag, für den ist Kunming, die „Stadt des ewigen Frühlings“, genau das Richtige – hier liegen die August-Temperaturen im Schnitt bei angenehmen 22 °C. Vom 1. bis 9. August findet am Dianchi-See das Internationale Kaffeekultur-Karneval statt: 200 Coffee-Foodtrucks säumen das Seeufer und verbreiten den verführerischen Duft von frisch gerösteten Bohnen. Und beim Torchfest in Shilin vom 5. bis 9. August lodern die Feuer der ethnischen Minderheiten und entfachen eine mitreißende Sommerleidenschaft. In Yunnan könnt ihr der Hitze entfliehen, exzellenten Kaffee genießen, wilde Pilze sammeln und in farbenfrohe Stammesfeste eintauchen – eine Sommerreise der besonderen Art.

IV. Qinghai – Ein Fest für die Augen am „Saphir des Hochlands“
Qinghai gehört im August zu den faszinierendsten Reisezielen Chinas. Der Qinghai-See erreicht zwischen Juli und August seinen malerischen Höhepunkt: An seinen Ufern blühen auf einer Fläche von über 33.000 Hektar leuchtend gelbe Rapsfelder – ein goldener Teppich, der sich in Kontrast zum tiefen Blau des Sees entfaltet. Der Chaka-Salzsee wiederum gleicht einem riesigen Himmelsspiegel, der das strahlende Blau des Himmels und die weißen Wolken perfekt reflektiert. Die Sommerlandschaften auf den Qilian-Grassteppen sind ein einziges Farbenmeer: schneebedeckte Gipfel über üppig blühenden Hängen – ein Postkartenmotiv, wie es im Bilderbuch nicht schöner sein könnte.
Die Tagestemperaturen in Qinghai liegen im August bei etwa 20 °C – ein wahres Paradies für alle, die der Hitze entfliehen möchten, und ein Eldorado für Fotografiebegeisterte. Wer zudem den Sternenhimmel liebt, ist hier genau richtig: Qinghai zählt zu den vom chinesischen Wetterdienst offiziell empfohlenen Sommer-Sternbeobachtungsgebieten. Der klare Nachtatmosphäre des Hochlands bietet ein atemberaubendes Schauspiel – die Milchstraße spannt sich in voller Pracht von Horizont zu Horizont.

V. Innere Mongolei – Ein grenzenloses Paradies, wo sich das Gras im Wind neigt und die Herden sichtbar werden
Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum, die an gemäßigtere Klimazonen gewöhnt sind, sind die endlosen Graslandschaften der Inneren Mongolei ein völlig neues, aufregendes Erlebnis. Die Hulunbuir-Steppe zeigt sich im August von ihrer üppigsten Seite: Sattes Grün, so weit das Auge reicht, und eine kühle, frische Brise, die alle sommerliche Unruhe im Nu verweht. Hier liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen von Juli bis August bei nur etwa 26 °C, die Tiefstwerte sogar bei angenehmen 14 °C.
Ihr könnt auf der Steppe reiten, in einer Jurte übernachten und nachts den funkelnden Sternenhimmel bestaunen. Wer es noch ursprünglicher mag, findet auf der Huitengxile-Steppe bei Ulanqab eine Sommer-Kühloase mit Durchschnittstemperaturen von lediglich 18 °C – dort verschmelzen weite Grünflächen mit einem Meer von Windrädern zu einem Bild von tiefer Ruhe und Gelassenheit. Die Weite, Ursprünglichkeit und Freiheit der Steppe werden diese Reise zu einer wahren Befreiung für Geist und Seele machen.

VI. Xinjiang – Ein märchenhaftes Reich, in dem man an einem Tag vier Jahreszeiten erlebt
Im August bietet Xinjiang die abwechslungsreichsten Landschaften ganz Chinas. Im nördlichen Teil liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 20 und 28 °C, bei angenehm frischer gefühlter Temperatur. Der Sayram-See lädt in den Monaten Juli und August am besten zur Sommerfrische ein: Bei Temperaturen von 15 bis 25 °C könnt ihr den See mit dem Fahrrad umrunden oder an seinen Ufern wandern und das grandiose Panorama aus „schneebedeckten Bergen, Straßen und Seen“ in vollen Zügen genießen.
Von Juni bis August erstrahlt die Karajun-Grassteppe in sattem Grün, die berühmten „Kurven des Steppenkörpers“ zeichnen sich majestätisch ab, und wilde Blumen bedecken den Boden wie ein bunter Teppich. Das vielleicht Schönste aber ist, dass im August in ganz Xinjiang der Duft von reifen Früchten liegt: Trauben, Hami-Melonen und andere Köstlichkeiten werden nacheinander geerntet. In Xinjiang könnt ihr an einem einzigen Tag schneebedeckte Gipfel, endlose Steppen, türkisblaue Seen und die karge Weite der Wüste Gobi durchqueren – ein magisches Erlebnis von „vier Jahreszeiten an einem Tag“.

Reisetipps: Die Visafreiheitspolitik Chinas macht die Einreise für Touristen aus dem deutschsprachigen Raum noch einfacher. Das dichte Hochgeschwindigkeitsbahnnetz ermöglicht komfortable und zeitsparende Reisen zwischen den Provinzen. In den meisten touristischen Zentren ist das Zahlungssystem bestens ausgebaut – mobile Bezahldienste sind nahezu überall verfügbar. Für Reisen im August empfehlen wir, eine leichte Jacke einzupacken, um auf Temperaturschwankungen zwischen Morgen und Abend sowie die kühleren Höhenlagen vorbereitet zu sein.
Der chinesische Sommer erwartet euch mit seiner erfrischendsten Seite und seinen vielfältigsten Gesichtern. Von den tuscheartigen Karstlandschaften Guilins über die endlosen Steppen der Inneren Mongolei, von den kühlen Höhlen Guizhous bis zu den schneebedeckten Gipfeln und Seen Xinjiangs – jede dieser sechs Landschaften ist es wert, weite Wege auf sich zu nehmen, um sie mit eigenen Augen zu sehen.
Gute Reise und unvergessliche Erlebnisse!
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